Archiv der Kategorie: Stammorchester

Adventskonzert 2018

Wenn sich Orchester-, Chor- und Solo-Klänge nahtlos aneinander reihen: Beim Laufener Adventskonzert sorgten Stadtkapelle, Jungmusik und Stiftsingschule für eng getaktete, musikalische Abwechslung.

Das  Adventskonzert der Stadtkapelle Laufen hat sich in den vergangenen Jahren zu einer beliebten, musikalischen Auszeit vom Weihnachtsstress entwickelt. Auch heuer war die Stiftskirche wieder bis zum letzten Platz gefüllt. Zusammen mit der Jungmusik und Stiftssingschule bot die Stadtkapelle ihren Besuchern abwechslungsreiche eineinhalb Stunden.

Den Anfang machte die pompöse Ouvertüre aus der Wassermusik von Georg Friedrich Händel. Kapellmeister Miklós Kemény brachte ein Arrangement von Alfred Reed zur Aufführung, dessen barocker Charakter in der hallenden Akustik der Stiftskirche besonders zur Geltung kam. Ein starker Kontrast dazu bildete das erste Stück der Stiftssingschule Laufen. Der junge Chor sang unter der Leitung von Stiftskantor Thomas Netter das Lied “Ein Licht in dir geboren.

Die Lieder der Stiftssingschule Laufen boten einen willkommenen Kontrast zu den Stücken der Stadtkapelle.

Für musikalische Abwechslung sorgte anschließend die Jungmusik Laufen. Während die Nachwuchsmusiker mit  “Alle Jahre wieder” und “Kommet ihr Hirten” ihr Programm traditionell begannen, wechselten sie bald zu den klassischen Christmas-Hits “Deck the Hall”, “We wish you a Merry Christmas” und “A Little Drummer Boy”. Die jungen Musiker zeigten eindrucksvoll,, was ihnen Vizekapellmeister Daniel Ramgraber bereits alles beigebracht hat.

Die Laufener Jungmusik brachte sowohl traditionelle Stücke als auch Christmas-Songs zur Aufführung.

Romantisch, fast schon kitschig, stieg die Stadtkapelle wieder in das Programm ein. Das Orchester ließ die Ballade “The Rose” von Amanda McBroom erklingen. Kemény hat hierfür ein Arrangement von Conny Rall ausgesucht, das mit Soli für Trompete und Posaune aufhorchen ließ. Anschließend holte die Stiftsingschule das Publikum wieder auf den Boden der geistlichen Weihnachtsmusik zurück, indem die Kinder “Seht die gute Zeit” sangen. Hinter dem großen Adventskranz, aber noch vor dem Orchester nahm gleich darauf das Klarinettenquartett Aufstellung. Die vier Holzbläser intonierten die  “Sonatine” des Komponisten Friedrich Kuhlau, sowie die alpenländische “Hirtenmusik” – arrangiert von der Volksmusik-Koryphäe Karl Edelmann.

Das Klarinettenquartett intonierte u.a. traditionelle Hirtenmusik.

Ehe sich die Zuhörer sich versahen, erschallten Blech- und Orgeltöne von der Empore. Organist Thomas Netter brachte zusammen mit dem Blechbläserensemble das “Concertino” des Laufener Komponisten Wolfgang Hein zur Aufführung. Das Stück entfaltete in der Stiftskirche seine erwartete Wirkung. Deutlich stillere Töne waren dann von der Stiftssingschule zu hören. “Lauschet, höret in der Stille” hieß das ruhige Lied des Kinderchor, welche das letzte Drittel des Konzerts einleitete.

Von Nussknackern und Sternen

Mit “You raise me up” fand auch die Popmusik Eingang in das Programm. Lukas Ramgraber spielte dabei sein Solo auf dem Tenorhorn mit Bravour. Beim “Marsch der Zinnsoldaten” aus der Nussknacker-Suite von Pjotr Iljitsch Tschaikowski war anschließend das Holzregister der Stadtkapelle gefordert. Es galt komplexe Grifffolgen bei gleichzeitig hohem Tempo zu meistern. Dank intensiver Proben stemmten die Klarinetten und Flöten das Arrangement von Robert Kukertz erfolgreich. Einen starken Kontrast dazu schuf die Stiftssingsschule mit ihrem nächsten Lied “Wieder naht der heilige Stern”. Das ruhige Stück unterschied sich deutlich vom hektischen Marsch zuvor.

Ob Filmmusik, Barock, Romantik oder Balladen – die Stadtkapelle streifte mit ihrem Programm zahlreiche Musikgenres.

Ebenfalls besinnlich ging es mit “Gabriels Oboe” weiter. Den Soundtrack des Films “The Mission” interpretierte Flötistin Marlene Surrer als einfühlsames Solostück. Als technisch schwierig, aber melodisch eingängig entpuppte sich der “Kanon” von Johann Pachabel. Das Stück für Blechbläser-Ensemble wurde einst durch die Gruppe “Canadian Brass” populär. Vor allem für die beiden Trompeter galt es, anspruchsvolle und luftraubende Passagen zu stemmen. Während die Stiftssingschule mit “Shine Jesus Shine”  das Konzert beschwingt und fröhlich beendete, setzte die Stadtkapelle mit “Trepak” aus der Nussknackersuite einen schnellen und lauten Schlusspunkt.

 

Die beliebte, musikalische Auszeit im Weihnachtsstress:  Das Adventskonzert der Stadtkapelle Laufen – heuer zusammen mit der Jungmusi und Stiftssingschule Laufen. Dieses Mal u.a. mit:

* Nussknacker-Suite (Tschaikowsky)
* Gabriel’s Oboe (Morricone)
* Water Music (Händel)
* The Rose (McBroom)

Sommernachtskonzert

Brass, Folk, Jazz, Rumba, Austro-Pop und Swing – das sind nur einige der Musikgenres, die die Stadtkapelle Laufen diesen Donnerstag, 2. August, am Rupertusplatz zum Besten geben wird. Das Sommernachtskonzert beginnt um 20:30 Uhr und umfasst unter anderem sommerlich-romantische Solostücke (Tenora, Trompetenballade),  jazzige Saxsoli (Yakety Sax), lateinamerikanische  Rhythmen (Tico Tico, Soul Bossa Nova), Folklassiker (Simon and Garfunkel) und Austro-Pop-Medleys (Rainhard Fendrich). Der Eintritt ist frei.

 

Die Bühne ging in Rauch auf

Frühlingskonzert der Stadtkapelle überzeugte mit Show-Effekten und großer  musikalischer Bandbreite

Einen inhaltlichen “roten Faden” haben die Moderatoren nicht gefunden, dazu war die musikalische Bandbreite des Laufener Frühlingskonzerts einfach viel zu groß. Ob Filmmusik, Pop, Rock, Klassik oder sinfonische Blasmusik – die Stadtkapelle, Jugendband und die Bläserklasse Laufen deckten in ihrem Programm zahlreiche Genres der Blasmusik ab. Deswegen bedienten sich die Moderatoren, rekrutiert aus den Reihen der Musikanten, einem echten roten Faden, um wortwörtlich und auf humorvolle Art und Weise durch das Konzert zu führen.

Dieses begann mit dem Auftritt der Bläserklasse Laufen unter der Leitung von Christine Smaczny. Die jungen Musikanten brachten gleich drei Rock- und Popnummern zur Aufführung: “Power Rock”, “Born to be Wild” und “Surfin` U.S.A.”. Danach betraten die Musikanten des Stammorchesters unter der Leitung von Kapellmeister Miklós Kemény die Bühne und intonierten mit dem “Frühjahrsparademarsch” von Robert Stolz einen echten “Wiener Klassiker”, der von Lois Feigl für Blasorchester arrangiert wurde.

Die Bläserklasse hatte sich dem Rock- und Pop-Genre unter der Leitung von Christine Smaczny verschrieben.

Sinfonische Blasmusik erklang anschließend mit der “Fields Ouverture” des japanischen Komponisten Hiroki Takahashi. Das junge Stück aus dem Jahre 2013 beschreibt die schöne Feldlandschaft rund um die Ohda Junior High School, für die Takahashi das Werk geschrieben hat. Der Komponist erweckt mit seinen eingängigen Melodien das Bild eines freilaufenden Pferdes, dass durch die idyllische Natur streift und von sanften Sonnenstrahlen beschienen wird. Das technisch anspruchsvolle Stück kam beim Publikum sehr gut an. Ein gute Omen anlässlich des Wertungsspiel in Ainring am kommenden Sonntag, 22. April 2018, bei dem die Stadtkapelle das Werk erneut aufführen wird.

Mit einem Zwiegespräch zwischen “Sissi” und “Kaiser Franz” kündigten zwei Musikanten schließlich den “Kaiserwalzer” von Johann Strauß an. Das Stück sollte damals die politische Verbundenheit des preußischen und des österreichischen Herrscherhauses zum Ausdruck bringen. Der Walzer wird regelmäßig von den Wiener Philharmonikern am Neujahrskonzert gespielt – und heuer von der Stadtkapelle in einem Arrangement von Hans Kliment.

Klarinettist Ferdinand Hainz erhielt für 25 Jahre Vereinszugehörigkeit die silberne Ehrennadel des Musikbundes Ober- und Niederbayern.

Ferdinand Hainz geehrt

Vor dem Auftritt der Jugendband durfte Vorstand Daniel Ramgraber zusammen mit Laufens dritter Bürgermeisterin Rosmarie Hainz noch eine Ehrung vornehmen. Klarinettist Ferdinand Hainz erhielt für 25 Jahre Vereinszugehörigkeit die silberne Ehrennadel des Musikbundes Ober- und Niederbayern.

Anschließend entführte die Laufener Jugendband die Zuhörer in die weite Welt der Filmmusik. Die Nachwuchsmusikanten spielten den Soundtrack der Fantasy-TV-Serie “Game of Thrones”, Melodien aus dem Animationsfilm “Drachenzähmen leicht gemacht” und Ausschnitte aus der Filmmusik des Zeichentrick-Streifens “Moana”.

In die weite Welt der Filmmusik zog die Jugendband der Stadtkapelle unter der Leitung von Daniel Ramgraber.

Marimba-Soli zum Videospiel

Etwas ganz besonders haben sich die Schlagzeuger des Stammorchesters für den Einstieg in die zweite Hälfte des Konzerts ausgedacht. Auf Marimba, Xylophon, Glockenspiel, Pauken und Schlagzeug spielten die Musiker ein Soundtrack-Soli zum Videospiel-Klassiker “Zelda Overworld” und sorgen so für ungewöhnliche Klänge in der Salzachhalle.

Bei der Anmoderation des “Astronautenmarschs” ging dann passenderweise der Rauch auf, bevor die Musiker die Zuhörer in die Höhen der traditionellen Blasmusik entführten. Der Marsch aus der Feder von Josef Ulrich wurde durch Ernst Mosch und seine Egerländer Musikanten einen breiten Publikum bekannt – und begeisterte auch die Gäste in der Salzachhalle. Romantisch, sinnlich und ernst wurde es bei der Pop-Ballade “You raise me up” von Brendan Graham und Rolf Lovland. Lukas Ramgraber übernahm die Solostimme am Euphonium und führte sicher und wohlklingend durch das Stück.

Eine musikalische Reise durch den gleichnamigen US-Bundesstaat unternahm die Stadtkapelle anschließend mit “Oregon” von  Jacob de Haan. Das technisch anspruchsvolle Stück begeisterte die Besucher durch zahlreiche spannende Abschnitte. Zwischenzeitlich ging mittels einer Nebelmaschine die Bühne buchstäblich in Rauch auf und illustrierte damit auch visuell die musikalische Zugfahrt durch die abwechslungsreiche Landschaft an der Westküste der Vereinigten Staaten. Die Stadtkapelle wird das Werk aus dem Genre der sinfonischen Blasmusik am kommenden Sonntag 22. April, beim Wertungsspiel in Ainring erneut aufführen.

Den Abschluss des Frühlingskonzertes bildete das Blasmusik-Medley “Best of Rainhard Fendrich” mit den größten Hits des Austropop-Sängers “Macho Macho”, “Weus’d a Herz hast wie a Bergwerk”, “Midlife Crisis” und “I Am From Austria”. Lichteffekte sorgten auch hier für visuelle Unterstützung der musikalischen Leistung. Als Zugabe haben sich die Musiker noch einen richtigen Ohrwurm ausgesucht: “Always look on the bride side of life”. Und so gingen nicht wenige Zuhörer mit einem fröhlichen Pfeifen nach Hause. (ts)